Das Problem
Viele Kanzleien, Praxen und Versicherungsmakler nutzen ChatGPT, Copilot oder Claude längst — für Antwortentwürfe, Zusammenfassungen, Formulierungen. In der Kundenkorrespondenz stehen aber Namen, Adressen, IBANs, Nationalregisternummern und Schadennummern. Und die gehören nicht in eine Cloud.
Was Privatim tut
Privatim läuft als kleine App auf Ihrem Mac, mit einem Symbol in der Menüleiste. Sie markieren einen Text in einem beliebigen Programm und drücken ⌘⌥E. Das Prüffenster zeigt den Text mit jeder erkannten Angabe farbig markiert, dazu eine Legende. Sie heben Maskierungen auf, die nicht nötig sind, und fügen eigene hinzu.
Dann kopieren Sie den maskierten Text in die Zwischenablage oder öffnen direkt Claude, ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Grok. Über die Zwischenablage funktioniert jedes KI-Werkzeug, auch Copilot. Die Antwort der KI kopieren Sie zurück und stellen sie über das Menü in der Menüleiste oder per Tastenkombination wieder her: Die echten Namen und Daten stehen wieder an ihrem Platz.



Zwei Arten zu maskieren
Platzhalter: Jede Angabe wird durch einen typisierten
Platzhalter wie [Person_K7QX_1] ersetzt. Eindeutig, und die KI
kann ihn in ihrer Antwort weiterverwenden.
Realistische Ersatznamen: Namen, Orte und Firmen werden durch realistische Fantasiewerte ersetzt, mit denen KI-Werkzeuge besser arbeiten. Aus „Frau Dr. Schmitz“ wird etwa „Frau Dr. [Hauffer]“, aus einer Straße eine andere Straße. Datumsangaben, Beträge und Kennungen bleiben Platzhalter.

Was erkannt wird
Die Erkennung arbeitet in drei Ebenen: Muster mit Prüfziffern für Nummern und Kennungen, ein Sprachmodell für Namen, Orte und Organisationen und ein lokales Datenschutzmodell. Sie kennt die Formate, die in Belgien und Luxemburg im Alltag vorkommen, auf Deutsch, Französisch, Niederländisch und Englisch:
- Namen
- Firmen und Organisationen
- Orte, Straßen, Adressen
- E-Mail und Telefon
- IBAN und BIC
- Strukturierte Mitteilungen +++…+++
- Belgische Nationalregisternummern
- Luxemburgische Matrikelnummern
- Belgische Unternehmens- und MwSt.-Nummern
- Belgische Autokennzeichen
- Versicherungsnummern
- Benutzernamen, Hostnamen, IP-Adressen
- Passwörter und Schlüssel
Keine Erkennung ist vollständig. Deshalb zeigt Privatim jede Maskierung im Prüffenster, bevor etwas das Haus verlässt, und Sie haben das letzte Wort.
Mehr als die Zwischenablage
- Glossar: Begriffe, die immer maskiert werden sollen, und solche, die nie maskiert werden sollen, etwa Ihr eigener Kanzleiname.
- Dokumente: CSV-Dateien, E-Mails und Textdateien als Ganzes anonymisieren.
- Vier Sprachen: Die App selbst gibt es auf Deutsch, Französisch, Niederländisch und Englisch.

Wo Ihre Daten bleiben
Privatim verarbeitet Ihre Texte und Dokumente ausschließlich auf Ihrem Mac. Es sendet weder Inhalte noch die Zuordnung zwischen Originalwerten und Platzhaltern noch Nutzungsdaten an die Euregio.Net AG oder an Dritte.
Verbindungen ins Internet stellt Privatim nur her, wenn Sie Sprachmodelle herunterladen (von GitHub und Hugging Face oder einem von Ihnen eingestellten Spiegelserver) oder in der Systemprüfung die Erreichbarkeit der Chatbots testen. Die Chatbot-Schaltflächen öffnen den jeweiligen Dienst in Ihrem Browser; was Sie dort einfügen, bestimmen Sie.
Systemvoraussetzungen
- Mac mit Apple-Chip (M1 oder neuer)
- macOS 13 Ventura oder neuer
- Von Apple signiert und notarisiert
Privatim Gateway In Vorbereitung
Erkennung auf einem Server in Ihrem Büro oder bei Ihrem Hoster: Schwächere Macs nutzen die volle Erkennung, und andere Systeme können über dieselbe Stelle anonymisieren.
Testerin oder Tester werden
Privatim ist in der Testphase. Wir suchen KMU, Notariate, Anwaltskanzleien, Steuerberater, Versicherungsmakler, Arztpraxen und andere Organisationen in Belgien, Luxemburg und der Euregio, die einen Mac nutzen und uns ehrlich sagen, was fehlt.
Oder schreiben Sie direkt an privatim@euregio.net.